Willkommen in der Fachabteilung Psychosomatik

Ein Ort für Heilung, Verständnis und neue Perspektiven

Die Klinik Lahnhöhe liegt ruhig und geschützt auf einer Anhöhe südlich von Koblenz – umgeben von Natur, mit weitem Blick über Rhein und Lahn. Seit 1977 bietet sie einen besonderen Ort für Menschen, die sich nicht nur medizinische Hilfe wünschen, sondern auch gesehen, verstanden und ganzheitlich begleitet werden wollen. 

Was wir behandeln – und wie wir helfen 

In der Klinik Lahnhöhe nehmen wir den Menschen in seiner Ganzheit wahr. Im Mittelpunkt steht nicht die Diagnose, sondern der Mensch mit seiner Lebensgeschichte, seinen Erfahrungen und seinen Entwicklungsmöglichkeiten. Wir begleiten vor allem Menschen mit seelischen und körperlichen Beschwerden, bei denen Stress, seelische Belastungen oder traumatische Erfahrungen eine wichtige Rolle spielen.

Dazu gehören zum Beispiel: 

  • Depressionen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Somatoforme Störungen, z.B. Herzangstsyndrom, Hypochondrie, Reizdarm
  • Chronische Schmerzstörung mit körperlichen und seelischen Faktoren
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Essstörungen
  • Psychisch beeinflussbare körperliche Erkrankungen, z.B. Neurodermitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen   
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Wir nehmen uns Zeit, die Hintergründe Ihrer Beschwerden zu verstehen – auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene. Dabei arbeiten Fachärzt:innen aus unterschiedlichen Bereichen eng zusammen: Psychosomatik, Psychiatrie, Neurologie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin, HNO, physikalische Medizin, Naturheilkunde, Homöopathie, Ernährungsmedizin und anthroposophische Medizin.

Unser Behandlungskonzept – mit Erfahrung und Herz

Seit über 40 Jahren begleiten wir Menschen in schwierigen Lebensphasen.

Wir verbinden schulmedizinisches Wissen mit achtsamer Psychotherapie, künstlerischen Therapien und den bewährten komplementärmedizinischen Verfahren wie Naturheilverfahren, Homöopathie, den Prinzipien der anthroposophisch erweiterten Medizin und Ernährung, die zur sogenannten „sanften Medizin“ gehören. Sie wirken regulierend, stärkend oder lindernd – ohne belastende Nebenwirkungen. Ziel ist es die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, Schmerz zu lindern, den Stoffwechsel anzuregen und das Immunsystem zu stärken.

Bewegung und ein heilsames Miteinander sind ebenso feste Bestandteile unserer Arbeit.

Therapien, die berühren und bewegen

Unser Therapieangebot ist vielfältig und individuell anpassbar. Es umfasst unter anderem:

  • Psychodynamische Psychotherapie in Einzel- und Gruppentherapien
  • Systemische Therapie
  • Traumazentrierte Psychotherapie
  • Aufstellungsarbeit
  • Achtsamkeit
  • Naturheilkunde, Homöopathie und anthroposophische Medizin
  • Akupunktur
  • Vegetarische Vollwertkost
  • Kunsttherapien sowie Körper- und Bewegungstherapien, wie Bewegungskunst/Tanztherapie, Bewegungserfahrung, Bothmertherapie, Feldenkrais, Gruppeneurythmie, Heileurythmie, Heilraum Natur, Heilsames Singen, Maltherapie, Musiktherapie, Plastisch-therapeutisches Gestalten, Poesietherapie, Schauspieltherapie, Sprachgestaltung, Therapeutisches Boxen, Therapeutische Rhythmik
  • Physiotherapie und Ergotherapie
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Diese Angebote helfen, Zugang zu sich selbst zu finden, innere Konflikte zu verstehen und neue Wege im Umgang mit der eigenen Lebenssituation zu entdecken.

Ein geschützter Ort für Entwicklung

In der Klinik Lahnhöhe begegnet man sich mit Respekt, Achtsamkeit und ohne Vorurteile. Die therapeutische Gemeinschaft bietet Halt, Austausch und die Möglichkeit, sich im eigenen Rhythmus weiterzuentwickeln. Unser Team – bestehend aus erfahrenen Ärzt:innen, Psycholog:innen, Therapeut:innen und Pflegekräften – begleitet Sie dabei.

Hinweis: Die Klinik Lahnhöhe behandelt gesetzlich und privat versicherte Menschen. Wenn Sie Fragen haben oder überlegen, ob ein Aufenthalt bei uns das Richtige für Sie ist, helfen wir Ihnen gerne weiter. Patientensprechstunde, Tel.: 02621 / 915-0

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Entwicklung eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts

Das medizinische Konzept des Krankenhauses Lahnhöhe geht auf Dr. med. Max-Otto Bruker zurück, der 1977 im Alter von 68 Jahren die Leitung der Abteilung für Ganzheitsmedizin übernahm und damit den Grundstein für eine neue naturheilkundlich geprägte Klinik legte – mit damals über 200 Betten ein außergewöhnlich mutiges Vorhaben.

Schon in den 1950er-Jahren verfolgte Dr. Bruker das Ziel, die Schulmedizin um Elemente der Erfahrungsheilkunde zu erweitern. Im Krankenhaus Eben-Ezer bei Lemgo entwickelte er ein ganzheitliches Therapiekonzept, das auf Ernährungsmedizin (nach Dr. Max Bircher-Benner und Prof. Werner Kollath), Homöopathie sowie Regulations- und Ordnungstherapien basierte.

Ergänzt durch Elemente der Naturheilkunde, der Kneipp-Therapie und psychosomatischen Lebensberatung entstand ein solides Fundament für die therapeutischen Prinzipien, die das Krankenhaus Lahnhöhe bis heute prägen und stetig weiterentwickelt werden.

Einflüsse der anthroposophischen Medizin und besonderer Therapierichtungen

Bereits im Gründungsjahr traten Dr. Armin Bruker (1977) und ein Jahr später Dr. Rolf Bruker in die ärztliche Leitung ein. Beide setzten sich intensiv dafür ein, die schulmedizinische Basis um die anthroposophische Medizin sowie die Psychotherapie nach C. G. Jung zu erweitern.

In diesem Zusammenhang entstand auch der Verein Quadrivium e.V., der sich bis heute für die Förderung der ganzheitlichen Heilkunde einsetzt.

Die anthroposophische Medizin – initiiert durch Rudolf Steiner (1861–1925), den Begründer auch der Waldorfpädagogik und der biologisch-dynamischen Landwirtschaft – erweitert den naturwissenschaftlichen Blick um eine seelisch-geistige Dimension des Menschseins. Gesundheit wird hier als lebendiger Entwicklungsprozess verstanden.

In der ganzheitlichen Medizin wird Krankheit nicht nur als ein körperliches Geschehen verstanden. Sie ist oft ein Ausdruck eines gestörten Gleichgewichts zwischen Körper, Seele und Geist. Unsere Behandlung zielt darauf ab, diese Balance wiederherzustellen.

Dazu verbinden wir moderne psychosomatische Medizin mit naturwissenschaftlich fundierter Schulmedizin und erweiterten, ganzheitlichen Therapieverfahren. Aus diesem breiten Spektrum entwickeln wir – individuell abgestimmt – gemeinsam mit unseren Patient:innen einen passenden Behandlungsweg.

  

Heilung beginnt mit echter Begegnung

Wir glauben an die Kraft der Selbstheilung – und daran, dass jeder Mensch Potenziale in sich trägt, die zur Gesundung beitragen können. Zentral in unserer Arbeit ist daher die persönliche Beziehung: Im Gespräch eröffnen sich oft Zugänge zu den tieferliegenden Ursachen von Krankheit.

Gemeinsam gehen wir der Frage nach:
Welche Lebensgewohnheiten oder inneren Haltungen könnten den Krankheitsprozess begünstigt haben – und wie lassen sich diese verändern?

Dabei entsteht ein klarer therapeutischer Auftrag:

  • belastende Muster erkennen und lösen
  • persönliche Ressourcen stärken
  • Eigenverantwortung für den Heilungsprozess übernehmen

Diese innere Arbeit ist häufig der erste Schritt auf einem nachhaltigen Weg zur Gesundheit – und wir begleiten ihn mit Respekt, Erfahrung und echter Zuwendung.

Im Zentrum steht eine beziehungsorientierte Medizin, die auf Eigenverantwortung, persönliche Reifung und seelische Integration setzt. Ein wertschätzendes Therapeuten-Patienten-Verhältnis ist fester Bestandteil unseres Miteinanders.