Informationen zur Einweisung
Einweisung
Die Aufnahme erfolgt auf Basis einer ärztlichen Verordnung von Krankenhausbehandlung (Einweisung), ausgestellt durch Haus- oder Fachärzte.
Erforderliche Unterlagen
Bitte reichen Sie möglichst vollständig ein:
- Ärztliche Einweisung mit klarer Indikation
- Relevante medizinische Befunde (z. B. Arztbriefe, Bildgebung, Labor)
- Ausgefüllter Selbstauskunftsbogen des Patienten
Kostenübernahme
Das Medizinische Zentrum Lahnhöhe ist nach § 108 SGB V als Krankenhaus zugelassen. Für gesetzlich Versicherte ist keine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse erforderlich. Privatversicherte sollten im Vorfeld eine schriftliche Kostenzusage einholen.
Terminvereinbarung
Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung der Unterlagen und persönlicher Terminvergabe durch unser Aufnahmeteam.
Fachbereich Orthopädie
Einweisung und Indikation
Die stationäre orthopädische Aufnahme erfolgt auf Grundlage einer Einweisung und entsprechender medizinischer Indikation.
Typische Indikationen:
- chronische Schmerzsyndrome
- degenerative Gelenkerkrankungen
- Wirbelsäulenbeschwerden
- entzündlich-rheumatische Erkrankungen, u.a.
Erforderliche Unterlagen:
-
Einweisung mit Diagnosestellung
- Selbstauskunftsbogen durch den Patienten ausgefüllt
- bildgebende Vorbefunde (z. B. Röntgen, MRT, CT)
- Therapieberichte
- OP-Befunde
Die oben aufgeführten Unterlagen bitte zusenden
Wann sind eine stationäre Aufnahme und Behandlung sinnvoll?
- Wenn Schmerzen unter ambulanter Therapie bisher unzureichend gelindert werden konnte
- Wenn Schmerzen des Bewegungsapparates als führendes Problem im Vordergrund stehen
- Wenn Schmerzen zu einer hohen Alltagsbeeinträchtigung und Abnahme der Lebensqualität führen
Fachbereich Psychosomatik
Gesetzlich krankenversicherte Patienten
- eine Krankenhauseinweisung
mit einer oder mehreren F-Diagnosen unseres Indikationsspektrums, ausgestellt von:- Facharzt für
- Psychiatrie
- Psychotherapie
- Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- oder Psychologischen Psychotherapeuten
- Facharzt für
bei Einweisung durch andere Fachärzte, z.B. den betreuenden Allgemeinmediziner erfolgt, muss der Einweisung zusätzlich eine psychotherapeutische oder psychiatrische Notwendigkeitsbescheinigung beigefügt werden, in der die Diagnosen des Indikationsspektrums und die Notwendigkeit einer stationären Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik bestätigt werden
Das Indikationsspektrum können Sie ebenfalls hier herunterladen.
Die maßgebliche Einweisungsdiagnose entstammt dem Indikationsspektrum der F-Diagnosen der ICD 10 entsprechend dem stationären psychosomatischen, somatopsychischen bzw. psychotherapeutischen Behandlungsbedarf. Somatische Krankheitsbilder mit relevantem psychotherapeutischem Mitbehandlungsbedarf werden gemäß ICD F54+ aufgenommen.
Im Allgemeinen sind zwei F-Diagnosen auf der Einweisung erwünscht.
Als alleinige Diagnose ausreichend:
| F32.2 | Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome |
| F33.2 | Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome |
| F41.0 | Panikstörung |
| F41.1 | Generalisierte Angststörung |
| F43.1 | PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) |
| F45.0 | Somatisierungsstörung |
| F45.41 | Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren |
Einzelfallentscheidung je nach Krankheitsbild:
| F42.0 | Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang |
| F42.1 | Vorwiegend Zwangshandlungen [Zwangsrituale] |
| F42.2 | Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt |
| F60.x | (alle Persönlichkeitsstörungen) |
| F61.0 | Kombinierte Persönlichkeitsstörungen |
| F62.0 | Andauernde Persönlichkeitsveränderungen |
Hauptdiagnose bedürfen jedoch Ergänzungen von weiteren F-Diagnosen als Nebendiagnosen:
| F32.1 | Mittelgradige depressive Episode |
| F33.1 | Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode |
| F45.30 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Herz und Kreislaufsystem |
| F45.31 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Oberes Verdauungssystem |
| F45.32 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Unteres Verdauungssystem |
| F45.33 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Atmungssystem |
| F45.34 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Urogenitalsystem |
| F45.37 | Somatoforme autonome Funktionsstörung: Mehrere Organe und Systeme |
| F50.0 | Anorexia nervosa |
| F50.1 | Atypische Anorexia nervosa |
Folgende Diagnosen können NICHT alleine stehen, kommen aber als Zweitdiagnose in Frage:
| F34.0 | Zyklothymie |
| F34.1 | Dysthymie |
| F40.0 | Agoraphobie |
| F40.00 | Agoraphobie ohne Angabe einer Panikstörung |
| F40.01 | Agoraphobie mit Panikstörung |
| F40.1 | Soziale Phobien |
| F40.2 | Spezifische (isolierte) Phobien |
| F44.0 | Dissoziative Amnesie |
| F44.1 | Dissoziative Fugue |
| F44.2 | Dissoziative Stupor |
| F44.3 | Trance- und Besessenheitszustände |
| F44.4 | Dissoziative Bewegungsstörung |
| F44.6 | Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen |
| F45.1 | Undifferenzierte Somatisierungsstörung |
| F45.2 | Hypochondrische Störung |
| F45.40 | Anhaltende somatoforme Schmerzstörung |
| F48.0 | Neurasthenie |
| F50.2 | Bulimia nervosa |
| F50.3 | Atypische Bulimia nervosa |
| F50.4 | Essattacken bei anderen psychischen Störungen (psychogene Essattacken) |
| F51.0 | Nicht organische Insomnie |
| F52.x | Nicht organische sexuelle Funktionsstörungen |
| F54 | Psychologische Faktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten in Kombination mit einer ICD-Diagnose für somatische Grunderkrankung |
| F64.x | Störung der Geschlechtsidentität |
| F90.0 | Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung |
| F31.3 / F31.4 |
Bipolare affektive Störung, gegenwärtig mittelschwere oder schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome als Nebendiagnose akzeptiert, wenn es in den letzten 12 Monaten keine manische Episode gab |
Indikationen für körperliche Erkrankungen | Psychisch beeinflussbare körperliche Erkrankungen wie:
| F54 + | Neurodermitis, Psoriasis, psychisch beeinflussbare Allergien, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Ulcus ventriculi et duodeni, Migräne, psychosomatischer Kopfschmerz, psychosomatische Rücken- und Gelenkschmerzen, FMS, CFS, Essentielle Hypertonie, Hyperthyreose, Unterstützung bei psychischer Verarbeitung schwerer/langwieriger Erkrankungen mit seelischen Auswirkungen (MS, Krebserkrankungen, Diabetes mellitus, chronisches Gelenkrheuma) |
Kontraindikationen
| F33.4 | Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert |
| F41.2 | Angst und depressive Störung, gemischt |
| F41.3 | Andere gemischte Angststörung |
| F43.0 | Akute Belastungsreaktion (wegen zeitlicher Begrenzung von 24 Stunden) |
| F43.2 | Anpassungsstörung |
| Fxx.8 | Diagnosen, die mit „sonstige“ anfangen (z. B. F45.8) |
| Fxx.9 | Diagnosen, die „nicht näher bezeichnet“ sind (z. B. F43.9) |
Ausgeschlossen sind die Störungsgruppen mit vorwiegend typisch psychiatrischem Behandlungsbedarf, da sind F0 (organisch-psychische Störungen durch psychotrope Substanzen), F20 (Schizophrenie), F30 (manische Episode), F31 (aktive bipolare Störungen), F53 (psychische Störungen im Wochenbett).
Patienten mit sehr hilfsbedürftiger körperlicher Behinderung Pflegebedürftigkeit (Pflegegutachten) sollten über ihre einweisenden Ärzte im Vorfeld Kontakt mit uns aufnehmen.
Von Patienten/-innen mit Essstörungen erwarten wir ein Gewicht, das einem BMI (Body-Maß-Index) von mindestens 16 entspricht. Bei Unterschreiten des Mindestgewichtes wird die Therapie ggf. unterbrochen bzw. beendet.
Besonderheiten
Wenn eine AU länger als 8 Wochen beträgt, wird der folgende Vermerk auf der Einweisung zusätzlich benötigt:
Gegebenenfalls: PatientIn ist derzeit nicht Reha-fähig
oder
Gegebenenfalls: PatientIn muss vor Antritt einer Reha-Maßnahme dringend stationär stabilisiert werden.
Bitte ergänzen Sie auf Ihrer Einweisung unabhängig von den oberen Diagnosen gerne noch weitere relevante Erkrankungen des Patienten/der Patientin.
Erforderliche Angaben zusätzlich zur Einweisung:
- Diagnose und Behandlungsbedarf
- Verlauf der ambulanten Therapie
- Arbeitsunfähigkeit (Dauer, Beginn)
- Medikation
- Sozialmedizinische Hinweise (z. B. Reha-/Rentenverfahren)
- Persönlich ausgefüllter Selbstauskunftsbogen
Privat krankenversicherte Patienten
- Krankenhauseinweisung
mit einer oder mehreren F-Diagnosen
- Kostenzusage der privaten Krankenkasse für den stationären Aufenthalt in der Klinik Lahnhöhe und ggf. einem Beihilfeberechtigungsnachweis (Kopie der letzten Beihilfe-Abrechnung)
- Persönlich ausgefüllter Selbstauskunftsbogen
Kontakt für Einweisende
Haben Sie Fragen zur Einweisung oder möchten einen Patienten vorstellen? Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung: